Rückblick 4. Etappe auf dem Rheinsteig von Osterspei nach Kaub

Am 19.06.2014 trafen sich 16 Teilnehmer am Bahnhof Münzesheim zur gemeinsamen Abfahrt zu unserem  Ausgangspunkt Osterspei. Hier trafen wir dann auch pünktlich zur Mittagszeit ein. Nachdem im letzten Jahr der Rhein Hochwasser führte und wir damals an fast allen Tagen vom Regen begleitet wurden stimmten uns die diesjährigen Wettervorhersagen frohgelaunt. Und so freuen sich die Teilnehmer auf eine weitere Etappe mit Bilderbuchblicken auf den Rhein und seine zahlreichen Burgen. Die hübschen Fachwerkorte Osterspai und Filsen liegen genau dort, wo der Lauf des Rheins zwei spektakuläre enge Kurven beschreibt, die man im Verlauf des steilen Anstiegs entlang der Hangkante immer wieder bewundern kann. Nach Querung des Bornhofer Bachtales steigt der Weg erneut steil an und folgt, zurück auf den Höhen, der „Allee der Bäume", auf der uns viele Baumarten vorgestellt werden. Malerische Blicke hinunter nach Kamp-Bornhofen und Boppard begleiten uns auf dem heutigen Weg über die Rheinhöhen. Über einen steilen Abstieg zum Schluss des ersten Tages folgen noch zwei benachbarte Burgen, die Burg Liebenstein und die Burg Sterrenberg die auch die „Feindlichen Brüder“ genannt werden. Gegen 19.00 Uhr erreichten wir dann Kestert, wo unser verantwortlicher Wolfgang Ernst für die nächsten zwei Nächte Quartier gebucht hatte.

 

Am zweiten Tag führte uns zunächst der Zugangsweg zum Rheinsteig durch die Pulsbachklamm.  Ein schmaler Pfad führt ca.1,5 km durch ein romantisches Tal entlang des Pulsbachs. Mitten in der Klamm befindet sich oberhalb eines Felsvorsprungs das „Willweibsches-Loch“ ( Eine Höhle, der eine Sage aus dem Dreißigjährigen Krieg zu Grunde liegt). Oben angekommen, an der offenen Höhe blickt man hinüber in Richtung Hunsrück. Neben den herrlichen Fluss- und Burgenblicken steht diesmal ein weiterer Aspekt im Zentrum: Der Bergbau- und Landschaftspfad informiert ab Wellmich für 5 km über die Geschichte des Schiefer- und Erzabbaus in der Region.

Vom Hasenbachtal führt der Rheinsteig wieder steil bergauf. Naturnah verläuft der Weg weiter auf und ab entlang der Hänge des Rheintals. An mehreren Stellen kann man nach St. Goar und zur mächtigen Burg Rheinfels hinüber blicken, ehe die am Weg gelegene Burg Maus erreicht wird. Diese Etappe ist ohne Zweifel einer der Höhepunkte des gesamten Fernweges. In ihrem Charakter ähnlich wie an den Vortagen ausgestaltet, führt der Rheinsteig heute immer dicht oberhalb des Flusses entlang. Auf dem langen Teilstück bieten sich Aussichtspunkte in Hülle und Fülle. Nachdem Burg Katz  erreicht wurde, öffnet sich danach der weltberühmte Blick zum Felsen der Loreley. Der Loreley-Felsen, Inbegriff für Rheinromantik schlechthin, ist von weitem bereits zu sehen (zu hören), denn auf dem Felsen findet jedes Jahr ein METALFEST (Open Air) statt, mit ca. 20.000 Besuchern und einer riesigen Zeltstadt. Der Rheinsteig ist während der Zeit des Musikspektakels für den Rheinsteigwander gesperrt. Wir jedoch haben nach einem längeren Gespräch mit dem Verantwortlichen, Zugang bekommen und so konnten wir einen herrlichen Ausblick vom berühmten Felsen genießen. In der Nähe der Ortschaft Bornich endete die zweite Tagesetappe und pünktlich zur vorgegeben Zeit holte uns ein Kleinbus zum Transfer nach Kesert zur Unterkunft ab.

 

Am dritten und zugleich letzten Tag wurden wir wieder zum Ausgangspunkt des Vortages mit dem Shuttlebus gebracht. Im steten Wechsel von Bergauf und Bergab führt die recht anstrengende Route für längere Zeit durch Hänge und seitliche Bachtäler. Einige weniger stark frequentierte Aussichtspunkte erlauben bereits phantastische Ausblicke auf den in seinem engen Flussbett sich dahin schlängelnden Rhein. Der Weg steigt für längere Zeit an und führt auf das Plateau oberhalb des Rheins nach Dörscheid. Wiederholt bestehen nun herrliche Aussichten auf Oberwesel und die Schönburg, z.B. am Roßstein. Gegen 14.00 Uhr waren wir an unserem Endziel in Kaub angekommen. In einem schönen Biergarten ließen wir nochmals bei einem kühlen Blonden die Tage Revue passieren. Einig war man sich, dass sich alle wieder freuen, wenn es im nächsten Jahr wieder heißt: Rheinsteig 5. Etappe. Besondern Dank an dieser Stelle an unseren Touren- und Übernachtungsplaner Wolfgang Ernst und an die super Wandergruppe.