Wanderfreizeit des OWK Kraichtal e.V. im Hohenloher Land (13.-16.07.2023)
Nach vier Jahren Pause war es wieder so weit. Die Mitglieder des OWK brachen auf zu einer erholsamen Wanderfreizeit. Am Donnerstag, den 13. Juli fuhren wir zu unserer Unterkunft der Pension Seiffert, zwischen Rot am See und Gerabronn gelegen, in der Nähe von Schwäbisch Hall. In der fast autofreien Umgebung der Pension angekommen genossen wir am ersten Tag die herrliche Ruhe in geselliger Runde bis spät in die Nacht.
Nach einem stärkenden Frühstück am nächsten Morgen traten wir die 7. Etappe auf dem Kulturwanderweg an der Jagst an. Mit dem PKW fuhren wir nach Hohebach. Hier starteten wir zu unserem heutigen Tagesziel nach Heimhausen. Kurz vor Ailringen führte der Weg an einem ehemaligen Kalkofen vorbei; hier wurde Kalk – sog. „Stückkalk“ – zur Weiterverarbeitung für Farben oder Mörtel gebrannt. Schon nach gut zwei Kilometern stehen wir vor der gotischen Kirche St. Martin in Ailringen. Innen ist sie barockisiert, die spätgotischen Holzskulpturen sind sehenswert. Das Rathaus im Ort ist ein Fachwerk-Meisterstück der Renaissance. Wir gingen weiter zum Alten Amtshaus der Deutschordensritter (seit 1580) – ebenfalls ein Renaissancebau, in dem man auch „ritterlich“ tafeln kann. Etwa drei Stunden wanderten wir durch das bäuerliche Paradies an der Jagst – vorbei an Wiesen, Wald und Weiden bis Mulfingen. Hier wurde ein Getränkeautomat ausfindig gemacht wo einige Ihren Durst mit kühlen Getränken löschen konnten. Nun nahmen wir das Etappenziel Heimhausen direkt ins Visier, das noch etwa eine knappe Gehstunde flussaufwärts liegt. Tourenlänge waren ca. 13 km. Das herrliche Wetter an diesem Tag nutzen wir noch für eine gemeinsame Einkehr im Landgasthof Jagstmühle, ehe wir später zurück zu unserer Unterkunft fuhren.
Am nächsten Morgen fuhren wir zu einer Stadterkundung ins ca. 30 km entfernte Schwäbisch-Hall. Hier hatten unsere Tourenplaner eine Stadtführung ausgemacht. Eine moderne Stadt mit viel mittelalterlichem Flair: Die historische Altstadt von Schwäbisch Hall mit ihren Stadttürmen, überdachten Holzbrücken und den sich den Hang hinauf- windenden Gassen boten ein eindrucksvolles Stadtbild. Im Zentrum befindet sich der Marktplatz, der zu den schönsten in Süddeutschland zählt. Hier finden jährlich auf der Großen Treppe vor St. Michael die Freilichtspiele statt. Zu den kulturellen Sehenswürdigkeiten gehören das Hällisch-Fränkische Museum – eines der größten Stadtmuseen des Landes – sowie die Kunsthalle Würth mit wechselnden Ausstellungen und das 3 km entfernte Benediktinerkloster Großcomburg mit seinem 420 m langen Wehrgang und romanischen Schätzen. Nach der Führung konnten die Teilnehmer die Stadt für sich noch erkunden, ehe alle wieder sich zum gemeinsamen Abendessen in unserer Unterkunft einfanden. Alle Teilnehmer ließen die Tage, die leider viel zu schnell zu Ende gingen, Revue passieren.
Am nächsten Tag hieß es Abschied nehmen von unserer großartigen Unterkunft, in einer Landschaft zum Durchatmen, fern ab von den großen Autobahnen, Bundes und Landstraßen. Die Ruhe, die Abgeschiedenheit und die gesellige Gemeinschaft der 33-köpfigen OWK-Gruppe veranlasste einige dazu die Frage zu stellen, ob nicht auch die nächste Familienfreizeit hier verbracht werden sollte. Gesagt, getan: Petra und Stefan zögerten nicht lange und buchten, noch während des Frühstücks, die Unterkunft für die nächste Familienfreizeit.